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Einsatz am 11.07.2020

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Einsatz am 11.07.2020

Heute durften wir eine neue Mitarbeiterin begrüßen. Die liebe Maren ist zu uns gestoßen und wir freuen uns sehr dass sie nun Teil unseres Teams ist. So begann sie heute auch mit vollem Einsatz uns beim Brötchen schmieren und später bei der Ausgabe zu helfen.

Nicht zum ersten Mal erleben wir dass neue Mitarbeiter überrascht sind, dass wir uns ca eine halbe Stunde, nach getaner Arbeit in der Villa, Zeit nehmen um gemütlich miteinander Kaffee zu trinken, ein Brötchen zu essen und miteinander zu klönen. Bei uns steht der Mensch im Vordergrund. Das heißt dass wir uns freuen einander kennenzulernen und uns annehmen wie wir sind. Voneinander lernen und miteinander Spaß zu haben, sind elementare Bausteine unseres Teams.

So gestärkt sind wir dann auch zum Hauptbahnhof aufgebrochen. Dabei hatten wir natürlich unsere Brötchen , Kaffe, Wasser und Tee und einige Leckereien sowie eine Auswahl an Gemüse und Obst und Lebensmittel für die Aktion „Füll meinen Rucksack“.

Als wir ankamen war gerade die Demo gegen Rassismus in vollem Gange . Ein sehr liebenswerter Polizist hat uns geholfen mit der schwierigen Verkehrssituation klar zu kommen, so dass wir dann den Ausgabeort dennoch erreichen konnten. Danke dafür!

Ich (Mona) bin dann aus dem Auto raus um den Wartenden zu sagen dass wir auch gleich kommen. Auf dem Weg dorthin fiel mir eine junge Frau auf, die auf dem Bürgersteig stand und kräftig applaudierte und die Sprüche der Demo voller Inbrunst nachsang. Ich kannte sie, denn ich erinnerte mich wie sie vor ein paar Wochen bei uns war und vor Glück weinte weil sie Lebensmittel bekam. Ich fragte sie also nach ihrem Befinden. Gut ginge es ihr, nur hätte sie absolut kein Essen mehr, gestern Mittag hätte sie das Letzte gegessen und nun sei sie sehr froh dass es Brötchen gäbe. Sie ist vor Dank bald zerflossen ohne dass sie überhaupt was in der Hand gehabt hätte. Mir war klar dass wir da handeln müssen. Also haben wir schnell eine ganze Tasche voll mit Lebensmitteln gepackt und ihr überreicht, als sie an der Reihe war. Diese junge Frau ist so unglaublich dankbar und ehrlich gerührt dass es selbst mir nach allen Jahren den Atmen verschlägt. Natürlich haben wir auch allen anderen Besuchern ein paar Lebensmittel, Obst und Gemüse sowieso Hygieneartikel mitgeben können.

Heute war auch ein junger Mann dabei, den wir noch nicht kannten. Er war sehr höflich und freundlich. Zu unserem Erstaunen baute er sich sein „Nachtlager“ genau dort auf, wo wir vorher unseren Stand hatten. Die Frage ob er noch Schlafsack oder Ähnliches gebrauchen könnte, verneinte er und zeigte uns stolz seine Decke und wie warm sie doch halten würde. Ein absolut sympathischer junger Mann, der nur nimmt was er braucht. Wir hoffen sehr dass er uns in Zukunft regelmäßig besucht und dass er die Hilfsangebote der Stadt annimmt. So jetzt habt ihr wieder ein bisschen über unsere Arbeit erfahren. Hinterlasst uns gern unter diesen Beitrag ein Kommentar mit Lob oder Kritik. Wir freuen uns über Eure Meinung !

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